Informationen für Eltern und Lehrkräfte

Informationen der Polizei:

https://www.polizei-beratung.de/medienangebot/detail/26-spruehende-fantasie-kann-teuer-werden/

 

Eltern und LehrerInnen

Das Einstiegsalter bei Sprayern liegt etwa bei 13 bis 14 Jahren. Solange die Jugendlichen noch nicht zu tief in die Graffitiszene gerutscht sind, verspricht die Aufklärung über Gefahren und Folgen des illegalen Sprayens großen Erfolg.

 

Verdachtsmomente

Woran erkennen Sie die Zugehörigkeit Ihres Kindes / Schülers zur Graffitiszene?

Der Besitz von Graffitiutensilien wie Spraydosen, Filzstiften, Gummihandschuhen, Gesichtsmasken, Kratzwerkzeug und Spraydosen mit Magneten am Boden ist besonders verdächtig:

  • Magnete halten die enthaltenen Mischkügelchen in Dosen fest, dies ermöglicht leises sprayen
  • Farbe an Kleidung, Haaren oder Händen und Farbgeruch
  • Interesse an Graffitiliteratur
  • Schulhefte/Zeichenunterlagen sind mit verzierten Wortkürzeln und Buchstaben übermalt oder es existiert sogar ein Blackbook (Skizzensammlung)
  • Auf persönliche Gegenstände oder auf Wände im Umfeld wird ein eigenes Wort/Namenskürzel (Tag) aufgemalt
  • Häufiges Übernachten bei Kollegen. Überprüfen Sie, ob für nächtliche Ausflüge Alibis vorgegeben werden

 

Mein Kind auch was nun?

Die Zugehörigkeit zur Graffitiszene bedeutet in der Regel nicht, dass die Jugendlichen am Anfang einer lebenslangen kriminellen Laufbahn stehen. Meist handelt es sich nur um das Sprayen von Graffitis, aber auch der Diebstahl von Spraydosen.

Ignorieren Sie Ihre Wahrnehmungen nicht, sondern suchen Sie das Gespräch. Voraussetzung ist allerdings eine gewisse Toleranz gegenüber dem Prozess der Identitätsfindung, einer Phase, in welcher Jugendliche auch ihre Grenzen austesten. Klären Sie Ihr Kind über die Konsequenzen des illegalen Sprayens auf. Auch, dass Sie als Eltern für Schäden nicht haften.

Sollten Sie Ihr Kind beim Sprayen erwischen, vermitteln Sie frühzeitig zwischen ihm und dem Geschädigten. Das erspart oftmals eine Anzeige und unnötige Folgekosten. Die meisten Geschädigten sind aufgeschlossen, wenn das Gespräch mit ihnen gesucht wird.